Krampfadern und Besenreiser
Gut bei Fuß mit innovativen Methoden

Schöne Beine stehen auf der persönlichen Wunschliste ganz oben, daher werden Krampfadern und Besenreiser von vielen Menschen als besonders störend empfunden. Erster Ansprechpartner bei Veränderungswünschen sollte ein Spezialist auf dem Gebiet der Phlebologie (Gefäßerkrankungen) sein, um Möglichkeiten und Methoden zu diskutieren.
"Krampfadern und Besenreiser sind vielen Frauen unangenehm, können Schwellungen hervorrufen und sind oft mit
Schmerzen verbunden", erklärt Woman & Health-Dermatologin Dr.
Sibylle Wichlas.
Rund 50 % aller Erwachsenen leiden unter dieser
Venen-Erkrankung. Ohne Behandlung können die Symptome zu massiven
Hautveränderungen und in seltenen Fällen (1%) sogar bis zum offenen
Bein führen. Das Risiko einer Venenentzündung oder Thrombose ist deutlich erhöht.
Faktoren wie Fettsucht, Schwangerschaft, hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren sowie Berufstätigkeit in Verbindung mit längerem Stehen, aber auch frühere Venenerkrankungen wie Thrombosen können zur Entstehung von Krampfadern beitragen.
Als "Goldstandard"
unter den Behandlungsmöglichkeiten ist die stadiengerechte
Varizenoperation, das "Stripping", bekannt. Die beschädigte Vene wird
einfach herausgezogen - es wird aber nicht das ganze Gefäß, sondern nur
die betroffenen Abschnitte unter Lokalanästhesie entfernt.
Zu den neueren Methoden mit geringerem invasiven Vorgehen zählen die
"endovaskulären Verfahren", bei denen die Krampfadern allein von innen
her behandelt werden. Dazu werden spezielle Katheter in die Vene
eingeführt und diese damit verschlossen.
Zu diesen Verfahren zählen die
Laser- und Radiofrequenz- therapien: Ein besonderer Katheter, der erhitzt
werden kann, wird in die Vene geschoben. Dort gibt er die Wärme ab. Die
genau dosierte Licht- od. Radiowellenenergie bewirkt, dass sich die
Vene zusammenzieht und verschließt. Dabei wird nur das Innere der Vene
zerstört, nicht jedoch das umliegende Gewebe. Die behandelte Vene löst
sich nach einiger Zeit von selbst ohne Operation auf. Bei beiden
Methoden entstehen praktisch keine Narben und die Behandlungen sind
wenig schmerzhaft.
"Die Vorteile der endoluminalen Techniken liegen auf der Hand: Es kann ein kosmetisch bestmögliches Resultat erzielt werden, da nur eine Punktion der Vene durchgeführt wird. Und es kommt nur zu geringen Nebenwirkungen.", erklärt Woman & Health-Dermatologin Dr. Sibylle Wichlas. Als wichtigen Punkt hebt sie auch die annähernd normale Beweglichkeit und Belastbarkeit bereits am Tag des Eingriffes hervor.
Wie werden Besenreiser entfernt ?
Größere, störende Besenreiser werden mittels konventioneller Venenverödung entfernt, wobei ein flüssiges, alkoholisches Verödungsmittel in die Besenreiser injiziert wird. Dabei wird die Innenwand der Vene bewusst geschädigt und es kommt zum Verschluss des Besenreisers Vor allem größere Gefäße werden auf diese Weise kosmetisch befriedigend entfernt.
Dünnere, kleinere Besenreiser sprechen hingegen ausgezeichnet auf eine Laser-Behandlung an: Mit energiereichen Lichtimpulsen werden die Äderchen für die Dauer von etwa 50 Millisekunden erhitzt, sodass das kleine Gefäß platzt. Es entsteht ein kleiner, lokaler Bluterguss von wenigen Millimetern Ausdehnung, den der Körper - zusammen mit den Resten des Besenreisers - innerhalb von 10 bis 14 Tagen abbaut.
Tipp von Dr. Wichlas: Regelmäßige Bewegung wirkt vorbeugend! Schwimmen, Radfahren und Walking sorgen für flotte Beine.
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