
Die Umsatzzahlen für Produkte aus dem Gesundheits- und Beauty-Bereich blieben trotz der wirtschaftlichen Turbulenzen im Jahre 2009 stabil. Der gesamteuropäische Markt verlort gerade mal 0,7 % im Laufe des Jahres, insgesamt leisteten sich die Europäer Produkte im Wert von Euro 129 Mrd laut dem kürzlich veröffentlichten Verdict Report.

Handels- und Eigenmarken legten zu, da die finanziell angespannte Lage mancher Konsumenten nur den Weg zu preisgünstigeren Waren offen ließ. Health & Beauty-Marken haben rasch auf die veränderten Marktbedingungen reagiert und entprechend neue Produkte auf den Markt gebracht.
Eigenmarken helfen dem Handel nicht nur bei der Unterscheidung zu seinem Mitbewerb, sondern generieren auch eine höhere Spanne.
Erfolg ist aber auch zu einem großen Anteil produktabhängig. Viele Konsumenten halten ihrem Produkt bedingungslos die Treue, vor allem im Bereich Gesichtspflege. Das sieht bei einfachen Körperpflegeprodukten wie Duschgel bereits deutlich anders aus.
Die veränderten wirtschaftlichen Bedingungen haben auch die Suche nach neuen und innovativen Vertriebskanälen forciert und dem Handel neue Wege zum Konsumenten eröffnet.

Auch Drogerie- und Supermärkte bemüht sich verstärkt um die Beauty-Kunden und starten Versuche, das Einkaufserlebnis mit Serviceevents attraktiver zu gestalten.
Der Kosmetikmarkt ist in den vergangenen zwölf Monaten (Juni 2009 bis Mai 2010) im Lebensmitteleinzelhandel ohne Hofer und Lidl und Drogeriefachhandel - Bipa, dm und Schlecker - um fünf Prozent gewachsen. 960 Millionen Euro wurden allein in diesen Geschäften für Kosmetikprodukte ausgegeben. Die höchsten Wachstumsraten gibt es bei Düften mit einem Plus von elf Prozent und dekorativer Kosmetik mit rund acht Prozent, berichtet Ulrich Schmidt, Sprecher von Kosmetik transparent.
Wer bei größeren Anschaffungen zurückstecken muss, gönnt sich eben gerne kleine leistbare Freuden und kauft verstärkt Düfte und dekorative Kosmetik.
Der große Gewinner im Bereich Kosmetik ist Make-up mit einem Wachstumsplus von 11 %. Foundation entwickelt sich in dieser Sparte besonders gut, gefolgt von Puder. Auch ausdrucksstarke Augen bleiben im Trend. Die Österreicherinnen greifen vermehrt zu Mascara und probieren dabei gerne Innovationen, etwa Spezialbürstchen aus.
Auch bei Düften lässt sich das starke Wachstum mit Probierfreudigkeit erklären. Der Drogeriefachhandel zieht vor allem junge Erstkäufer und preisbewusste Verbraucher an.
Während im Lebensmittel- und Drogeriefachhandel in vielen Kategorien der Anteil der Eigenmarken stark steigt, zeigt sich diese Tendenz bei Kosmetikprodukten weniger. Konsumenten vertrauen hier auf Marken. 89 % des Wachstums des Kosmetikmarktes wird von Markenprodukten getragen, nur 11 % von Eigenmarken. Hier zeigt sich eine klare Tendenz 2008 lag der Anteil der Markenkosmetika am Marktwachstum erst bei 83 %.
Wie schon im vergangenen Jahr lässt sich beim Kosmetikeinkauf weiterhin ein Boom in den Drogeriefachmärkten erkennen. Das Marktforschungsinstitut Nielsen weist für diese Geschäfte im Bereich Kosmetik ein doppelt so starkes Wachstum aus wie für den Lebensmittelhandel. Die Umsätze in den Parfümerien waren bei der vorliegenden Studie nicht berücksichtigt.
Quelle: CosmeticDesign, Kosmetik Transparent

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